Es lassen sich drei grundsätzliche Ansätze bei der Preisgestaltung unterscheiden: die kostenorientierte, die konkurrenzorientierte und die nachfrageorientierte Preisgestaltung. Nehmen Sie dazu Stellung.

Rein kostenorientierte Preisbildung:

  • Lediglich die eigene Kosten werden betrachtet, die Kostensituation der Konkurrenz und Preisbereitschaft der Nachfrager werden nicht berücksichtigt.
  • Wenn meine Kosten im Vergleich höher sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu hoch an (nicht wettbewerbsfähig).
  • Wenn meine Kosten im Vergleich niedriger sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu niedrig an (Verzicht auf Marge).

Rein konkurrenzorientierte Preisbildung:

  • Lediglich die Preise der Konkurrenz werden betrachtet, die eigene Kostensituation und die Preisbereitschaft der Nachfrager werden nicht berücksichtigt.
  • Wenn meine Kosten im Vergleich höher sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu niedrig an (nicht wirtschaftlich).
    Wenn meine Kosten im Vergleich niedriger sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu hoch an (Verzicht auf Wettbewerbsvorteil / Preisspielraum).
  • Gefahr von Preiskämpfen.

 Rein nachfrageorientierte Preisbildung:

  • Lediglich die Preisbereitschaft der Nachfrager wird betrachtet, die eigene Kostensituation und die der Konkurrenz werden nicht berücksichtigt.
  • Wenn meine Kosten höher sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu niedrig an (nicht wirtschaftlich).
  • Wenn meine Kosten niedriger sind, setze ich die eigenen Preise u. U. zu hoch an (Verzicht auf Wettbewerbsvorteil / Preisspielraum).

Optimal:

  • Genaue Analyse aller drei Preisgestaltungsebenen unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Ziele und Voraussetzungen.
  • Insbesondere die konsequente Orientierung an der Nachfrage bietet enormes Differenzierungspotential und die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile durch langfristige Kundenbindung aufzubauen.